Japanischer Spitzenplatz
Bremen - Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ist von japanischen Musikjournalisten für ihre Auftritte im vergangenen Jahr hoch bewertet worden. Für das "Beste Konzert 2011" haben 35 Kritiker die ihrer Ansicht nach besten Orchester gewählt. Die Musiker aus Bremen und ihr Chefdirigent Paavo Järvi sind dabei auf dem fünften Platz gelandet. Damit belegen sie den Spitzenplatz unter den deutschen Orchestern. "Damit sind wir zum dritten Mal in Folge in den japanischen Top Ten, eine ganz wunderbare Bestätigung unserer Arbeit", sagt Albert Schmitt, Geschäftsführer der Kammerphilharmonie.
Ausgewählter Ort
Bonn/Berlin - Der Orchestercampus des Beethovenfestes ist "Ausgewählter Ort" des Wettbewerbs "365 Orte im Land der Ideen" in der Kategorie Kultur und damit einer der Preisträger. Eine 19-köpfige Expertenjury wählte die 365 herausragendsten Beispiele für Zukunftsfähigkeit, Mut, Engagement und Kreativität der Menschen im Land. Im vergangenen Jahr wurden die Schülermanager des Jungen Beethovenfestes Bundessieger in der Kategorie Kultur. Der Bundessieger dieses Jahr wird im Herbst gekürt.
Erfolgsgeschichte
Salzburg - Das Landestheater Salzburg konnte seine Zuschauerzahlen in den vergangenen zwei Spielzeiten von knapp 100.000 auf aktuell mehr als 140.000 Besucher steigern. Auch die Zahl der Theaterabonnenten stieg nach jahrelanger Talfahrt erstmals wieder. Das hat jetzt Konsequenzen. Der Vertrag mit dem Intendanten Carl-Philip von Maldeghem wurde bis 2019 verlängert, auch Direktor Stefan Bammer hat nun einen vollen Fünfjahresvertrag.
Grundheber 2000
Hamburg - Franz Grundheber gibt seine 2.000ste Vorstellung. Am 1. Februar steht er als Amonasro in Verdis Aida auf der Bühne im Opernhaus an der Hamburger Dammtorstraße. Am 27. Oktober 1966 fing mit Don Carlo alles an. Allein an der Hamburgischen Staatsoper hat Grundheber 10 Uraufführungen und 46 Premieren absolviert. 45 Jahre später ist der Kammersänger immer noch voller Tatendrang: Im vergangenen Jahr gab er als Carlo Gérard in Giordanos Andrea Chénier sein Rollendebüt.
Publikumspreis
Landau - Die 1988 in Louvain geborene Sopranistin Chiara Skerath und der 1982 in Melbourne geborene Bariton Derek Welton haben den Emmerich-Smola-Förderpreis 2012 nach Publikumsentscheid in der Jugendstil-Festhalle Landau gewonnen. Der Preis ist einer der international höchstdotierten Förderpreise für junge SängerInnen. Namensgeber des Preises ist der Gründer und langjährige Leiter des ehemaligen SWR-Rundfunkorchesters Kaiserslautern, der unter anderem Erika Köth, Fritz Wunderlich und Anneliese Rothenberger entdeckt und gefördert hat.
Ehrendirigat
Braunschweig - Das Staatsorchester Braunschweig hat Stefan Soltesz zu seinem Ehrendirigenten ernannt. Der amtierende Inendant und Generalmusikdirektor des Essener Aalto-Theaters war am Staatstheater Braunschweig von 1988 bis 1993 als Chefdirigent beschäftigt. Seitdem kehrt er regelmäßig als Gastdirigent in die Welfenstadt zurück. Im Rahmen einer Aufführung von Gustav Mahlers 3. Sinfonie ist ihm am 22. Januar der Titel verliehen worden.
Wunderbar vernetzt
Detmold - 24 deutsche Musikhochschulen gibt es. Zwölf davon haben sich jetzt vernetzt, um die professionelle Musikausbildung zu analysieren und zu optimieren. "Erkenntnisse darüber, unter welchen Bedingungen Höchstleistungen entstehen, sollten nicht nur uns, sondern die ganze Gesellschaft interessieren", begründet Hans Bertels, Kanzler der Detmolder Hochschule für Musik, der für die Organisation zuständig ist, die Gründung des entsprechenden Instituts. Das Vorhaben wird mit Fördermitteln des Bundes und der Länder getragen.
Portrait-Konzert
Berlin - Die Arbeit des zeitgenössischen Komponisten Mark Andre wird Ende Januar in einem Konzert im Kronenboden vorgestellt. Sieben Musiker, die das Programm mit dem Komponisten gemeinsam eingeübt haben, gehören zu den führenden Musikern ihrer Generation. Das Konzert dauert etwa eine Stunde, anschließend haben die Gäste die Möglichkeit, sich mit den Musikern über ihre Arbeit zu unterhalten. Im Kronenboden haben etwa 20 bis 30 Gäste Platz. Und genau das ist, was die Musiker schätzen: Ein nahezu privater Rahmen statt großer Hallen.
Europäischer Förderpreis
Berlin - Die vielfach preisgekrönte Mezzosopranistin Clémentine Margaine erhält den Förderpreis der Kulturstiftung Pro Europa. Nach ihrem Klavierstudium absolvierte sie ein Gesangsstudium, das sie mit dem Diplôme Supérieur abschloss. Seit der aktuellen Spielzeit ist sie Ensemble-Mitglied der Deutschen Oper Berlin und Stipendiatin des Förderkreises der Oper. Die Preisverleihung findet am 7. Februar 2012 in der Humboldt-Universität statt.
Kleiner Abschied
Berlin - Ich freue mich auf neue Herausforderungen, die es in meinem Leben geben wird", mit diesen Worten verabschiedet sich Bassbariton Thomas Quasthoff nach fast 40 Jahren von der Konzertbühne. Aus gesundheitlichen Gründen will Quasthoff sich nicht länger den Strapazen des Gesangs aussetzen. Vom Ruhestand ist der Sänger allerdings weit entfernt. Weiter...
Schikaneder trifft Mozart
München - Marcus H. Rosenmüller, bekannter Regisseur von Heimatfilmen der anderen Art, präsentiert seinen neuen Film: Sommer der Gaukler ist ein im besten Wortsinne verrückter Streifen, der ein paar Tage aus dem Leben des Emanuel Schikaneder, seines Ensembles und des Wolfgang Amadeus Mozart erzählt. Es ist jener Schikaneder, der später für Mozart die Zauberflöte schreiben sollte. Michael S. Zerban hat den Film gesehen und rät unbedingt zum Kinobesuch. Weiter...
Neuer Glanz
Meiningen - Nach anderthalbjähriger Sanierung hat das Südthüringische Staatstheater Meiningen seine Pforten wieder für das Publikum geöffnet. Mit einer originellen Doppelpremiere ging es feierlich los: Die Shakespeare-Theatervorlage Maß für Maß bildete den Auftakt, das frühe Werk Richard Wagners Das Liebesverbot hauchte dem Haus wieder Opernduft ein. Franz R. Stuke hat sich die beiden Aufführungen angeschaut.
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