Hintergrund

Backstage — Hinter den Kulissen der Opernwelt, Einblicke in den Theaterbetrieb

von Albert Blaustein
Backstage — Hinter den Kulissen eines Opernhauses

Hinter dem Vorhang — Wie eine Opernproduktion entsteht

Wenn sich der Vorhang hebt, sieht das Publikum das Ergebnis monatelanger Arbeit. Doch was geschieht hinter den Kulissen eines Opernhauses, bevor der erste Ton erklingt?

Vom Konzept zur Probe

Jede Produktion beginnt mit der Spielplanentscheidung, die oft zwei bis drei Jahre vor der Premiere faellt. Der Intendant legt gemeinsam mit dem Operndirektor fest, welche Werke inszeniert werden. Dann wird ein Regieteam engagiert: Regisseur, Buehnenbildner, Kostuembildner und Lichtdesigner. Der Dramaturg begleitet den gesamten Prozess, recherchiert Hintergruende, verfasst Programmhefttexte und vermittelt zwischen kuenstlerischer Vision und Werktreue.

Werkstaetten und Buehnentechnik

Grosse Opernhaeuser unterhalten eigene Schreinereien, Schlossereien, Malersaele und Kostuemwerkstaetten. Fuer eine Neuproduktion entstehen leicht hundert Kostueme und mehrere Tonnen Buehnenbild. Die Buehnentechnik moderner Haeuser arbeitet mit Drehbuehnen, Hubpodien und computergesteuerten Zuegen. Was auf der Buehne schwerelos wirkt — ein schwebender Mond in der Zauberfloete, ein versinkender Schwan im Lohengrin — erfordert praezise Ingenieursarbeit.

Chor, Orchester und die letzten Proben

Der Opernchor probt das musikalische Material wochen- oder monatelang unter Leitung des Chordirektors. Saenger und Saengerinnen erarbeiten ihre Partien mit Korrepetitoren am Klavier, ehe das Orchester hinzukommt. Die Orchesterhauptprobe und die Generalprobe sind die entscheidenden Momente, in denen alles zusammenfindet.