Meinung

Hagen: Stadtrat beschließt Theatersanierung — Zukunft des Hagener Theaters

von Albert Blaustein
Theatersanierung Hagen — Zukunft des Hagener Theaters

Hagen und sein Theater — Kulturpolitik am Scheideweg

Das Theater Hagen ist ein Buergertheater im besten Sinne des Wortes. 1911 eroeffnet, zu grossen Teilen aus privaten Spenden finanziert, steht es fuer den Anspruch einer Stadt, die sich trotz schwieriger wirtschaftlicher Lage als Kulturstandort behaupten will.

Geschichte eines Buergertheaters

Die Theatergeschichte Hagens reicht bis in die 1830er Jahre zurueck. 1901 gruendeten engagierte Buerger einen Theaterverein, zwei Jahre spaeter wurde der Neubau nach Plaenen von Ernst Vetterlein eroeffnet. Im Zweiten Weltkrieg nahezu vollstaendig zerstoert, wurde das Theater bereits 1949 wiederoeffnet.

Sparzwang gegen Kulturanspruch

Hagen gehoert zu den am hoechsten verschuldeten Staedten in Nordrhein-Westfalen. Der staedtische Zuschuss fuer das Theater wurde bei rund 13,5 Millionen Euro eingefroren. Mit rund 180.000 Besuchern jaehrlich ist das Theater ein wesentlicher Standortfaktor. Das Haus bietet Oper, Schauspiel, Ballett und Konzerte des Philharmonischen Orchesters Hagen.

Warum kommunale Theater zaehlen

Kommunale Theater sind keine Luxuseinrichtungen, sondern Grundpfeiler kultureller Teilhabe. Wer ein Theater schliesst oder kaputtgespart, verliert mehr als eine Buehne — er verliert ein Stueck staedtischer Selbstachtung. Hagen taete gut daran, sein Buergertheater als das zu behandeln, was es ist: eine Investition in die Zukunft.

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