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Hannover: Rheingold - Der Film

Zum Start der Spielzeit geht der Vorhang auf - für eine Leinwand! Damit präsentiert sich die Junge Oper als eigenständige Sparte. Weiter...

Braunschweig: Der Freischütz

Andreas Baeslers Zugriff auf Webers Freischütz ist überwiegend vorsichtig bis konventionell. Weiter...

Eckerde: Oper auf dem Lande

Oper im Garten: ein echter Sommernachtstraum - bis hinein in die verwunschensten Stellen im Park. Weiter...

München: Le nozze di Figaro

Dieter Dorns dreizehn Jahre alte Inszenierung kommt ohne Aktualisierungen und Mätzchen aus. Weiter...

Mülheim: Il Ritorno d'Ulisse

Oper, Film, Puppen - dies alles angesiedelt in einem Anatomiesaal im Stil des 17. Jahrhunderts. Weiter...

Schwetzingen: La Clemenza

Regisseur Günter Krämer zeigt die selbstquälerischen Zerrüttungen des Antihelden. Weiter...

Neustadt am Rübenberge: Nabucco

Akustische Verzerrungen, überbordende Lautstärke, störende Nebengeräusche, ohrenbetäubendes Pfeifen - Oper Open-Air. Weiter...

Karlsruhe: Rosenkavalier

Licht und hell, fein abgestimmt in der Figurenzeichnung, getragen von einer optimalen Besetzung. Weiter...

Heidelberg: L'Elisir d'amore

Dem Besucher-Auge wird mächtig viel geboten, der Spaß bleibt den ganzen Abend lang ungebrochen. Weiter...

Bonn: Poppea//Poppea

Vertanzte Oper mit bearbeiteter Originalmusik - gebrochen, zerstückelt, von harten Sounds ergänzt. Weiter...

Mülheim: Montezuma

Ein frühes Manifest eines gelingenden Multikulturalismus: Grauns selten zu hörende Oper überzeugt. Weiter...

Schwerin: Forza del destino

Nur wenig Helligkeit ins Dunkel des Stücks bietet Regisseur Peter Lotschak in seiner Open-Air-Inszenierung. Weiter...

Kaiserslautern: Falstaff

Bernd Weikl bringt ein Lehrbeispiel für sich selbst erzählende Geschichten auf die Bühne. Weiter...

Dortmund: Norma

Die Bartoli gibt ihr Debut in Bellinis Belcanto-Oper - und reißt ihr Publikum zu Beifallsstürmen hin. Weiter...

Köln: Don Giovanni

Weder Dämon noch Anarcho: Don Giovanni ist auf der Suche nach Spaß, Spaß, Spaß. Weiter...

Hamburg: Les Indes galantes

Unterhaltung im besten Sinn, ohne großen inhaltlichen Tiefgang, aber mit viel Witz. Weiter...

Detmold: Il Viaggio a Reims

Chance und Herausforderung zugleich: die Musikhochschule präsentiert ihre jährliche Opernproduktion im Landestheater. Weiter...

Herrenhausen: Artemisia

Ein munteres Spiel aus Liebschaften, Standesdünkel und gesellschaftlichem Behaupten. Weiter...

Münster: Jakob Lenz

Eine Chronik des Verfalls bis zur bitteren Konsequenz: das Schicksal des Dichters Jakob Lenz. Weiter...

Bottrop: Aida

Große Oper in der Arena auf der Kohlenhalde - wie ein Volksfest und mit dem leisen Duft von Currywurst. Weiter...

Gießen: Der Revisor

Aufgeregte Kleinbürger in Furcht vor der kontrollierenden Obrigkeit: was hilft? Bestechung. Weiter...

Bielefeld: König Kandaules

Ein mythischer Stoff über Reichtum und Glück, ausgedeutet durch Zemlinskys faszinierende Klänge. Weiter...

Dessau: Ein Maskenball

Giuseppe Verdi auf der Probebühne: Roland Schwab lässt Theater im Theater spielen. Weiter...

Münster: Boris Godunow

Mord und Intrige - darauf gründet sich die Macht der russischen Herrscher. Durch die Jahrhunderte hindurch. Weiter...

Osnabrück: Pelléas

Unglückliche Liebe, Eifersucht, Sehnsüchte, Misstrauen - ein kompliziertes Beziehungsgeflecht. Weiter...

Detmold: Macbeth

Literweise Blut, ein Haufen Leichen - Ernst zu nehmende Tragödie und Gruselstory zugleich. Weiter...

Dortmund: Wagner und Henze

Das Festival "Klangvokal" feiert ein glanzvolles Finale mit einem konzertanten Walküre-Akt und mehr. Weiter...

Masada: Nabucco

25 Jahre Opera Tel Aviv - gefeiert mit einem Open-Air-Festival am Fuß des Bergplateaus Masada - und mit Giuseppe Verdi! Weiter...

Bielefeld: Der Wildschütz

Ein bitterböses Lustspiel zwischen Komödie und sozialkritischer Satire, brillant auf die Bühne gebracht. Weiter...

Herrenhausen: L'Orfeo

Eine Geschichte von Menschen aus unserer Mitte – erzählt mit Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit. Weiter...

Cottbus: Genoveva

Lange in der Versenkung verschwunden, dennoch ein lohnendes Werk: Schumanns Versuch einer Nationaloper. Weiter...

Gelsenkirchen: Gloriana

Benjamin Brittens selten gegebene Oper zur Krönung Elizabeths II. begeistert das Publikum. Weiter...

Münster: Tomorrow, in a year

Musik, Gesang, Videoinstallation, betörendes Licht, überraschende Theatereffekte. Weiter...

Schwetzingen: Le Père

Michael Jarrell veropert einen Text von Heiner Müller in erregender, bedrückender Verdichtung. Weiter...

Düsseldorf: Tristan und Isolde

Tristan ist Wagner, Isolde ist Mathilde Wesendonck, König Marke ihr Mann... Weiter...

Berlin: Otello

Eine kluge Regie, gediegener Orchesterklang, starker Gesang - ein großer Abend. Weiter...

Hagen: Der Freischütz

Eine unwirkliche Welt der schlechten Träume tut sich auf, darin Menschen mit Gefühlen, Sehnsüchten, Ängsten. Weiter...

Schwerin: Die Großherzogin von Gerolstein

Ein einfacher Soldat, eine verliebte Großherzogin, düpierte Hofschranzen - jede Menge wallender Gefühle. Weiter...

Hannover: Die Walküre

Barrie Kosky entwirft bezwingende Psychogramme der Figuren, formt Bilder, die vor Spannung zu platzen drohen. Weiter...

Mannheim: Turandot

Konzeptionell stringent, theologisch durchreflektiert, tiefenpsychologisch stimmig und dem Märchenhaften Rechnung tragend. Weiter...

Braunschweig: Fidelio

Fidelio als Symbol für die Unterdrückung von Minderheiten am Beispiel der Mönche in Burma. Weiter...

Heidelberg: Salome

Salome als eine liebesbedürftige, unreife Kindfrau auf der Suche nach Zuwendung. Weiter...

Berlin: L'Etoile

Einhelliger Erfolg an der Staatsoper, Publikumsjubel für eine wie sonst selten unumstrittene Inszenierung. Weiter...

Düsseldorf: Rigoletto

Ein Hauch von Met an der Deutschen Oper am Rhein - bei der letzten Vorstellung von Verdis Rigoletto. Weiter...

Erfurt: Nana

Manfred Gurlitts Oper von 1933 als Ausgrabung - szenisch wie musikalisch gelungen. Weiter...

Köln: Love and other demons

Gute Literatur trifft auf gute Musik von enormer Sogwirkung. Weiter...

Erfurt: Die lustigen Weiber

Eine temporeiche Inszenierung: schäumendes Leben und brodelnde Rache im Konsumtempel. Weiter...

Hildesheim: The Rake's Progress

Eine Geschichte, die punktgenau angesiedelt ist zwischen Tragik und Komik. Weiter...

Kaiserslautern: Gestohlenes Leben

Dass Auschwitz nicht sich wiederhole! Eine Oper über die Barbarei, eingebettet in eine Geschichte mit Regionalbezug. Weiter...

Osnabrück: Kiss me, Kate

Cole Porters Erfolgsmusical wird zu einem fulminanten Theater im Theater mit exquisiten Interpreten. Weiter...

Münster: Kaiser von Atlantis

Die Tod-Verweigerung: Markus Kopf entfaltet die Handlung als eine Art Mysterienspiel auf einer kargen Bühne. Weiter...

Schwetzingen: Andromaque

Ein Vierpersonenstück, das auf pseudo-antiker Folie extreme Kommunikationsstörungen sichtbar macht. Weiter...

Essen: Elegie für junge Liebende

Ausbruch aus einer hermetischen Situation? Schmetterlingsflügel als Brücke in die Freiheit? Weiter...

Braunschweig: Lucia di Lammermoor

Weniger stringente Geschichte, mehr Ausloten einer Dreiecksbeziehung als dramatisches Gerüst. Weiter...

Gelsenkirchen: Die lustigen Weiber von Windsor

Hier die Betulichkeit des Librettos - dort das Bemühen um eine Modernisierung der Handlung. Weiter...

Hannover: Viaggio a Reims

Musikalisch auf hohem Niveau - eine Lanze für den noch allzu oft unterschätzten Rossini. Weiter ...

Detmold: Orlando

Orlando im Versuchslabor: wie steht es um Liebe und Eifersucht unter Extrembedingungen? Weiter...

Kaiserslautern: Heliane

Die triumphale Rückkehr der Korngold-Oper auf die Bühne - mit der Kraft des Expressionismus. Weiter...

Dortmund: Falstaff

Eine rasant bewegte Komödie mit schönen Bildern und perfekter Personenregie von Beverly Blankenship. Weiter...

Saarbrücken: Sakontala

Große Musik: Anmut und Heiterkeit, Verspieltheit, ein Träumen nach vorne. Weiter...

Hamburg: Chowanschtschina

Sechzehn Jahre nach ihrer Premiere wirkt Harry Kupfers Inszenierung noch heute äußerst aktuell. Weiter...

Wien: Nabucco (3Sat)

Die Wiener Nabucco-Inszenierung zu Ostern im Fernsehen: ein hoffnungsvolles Zeichen angesichts oft lieblos produzierter Dokumentationen. Weiter...

Wuppertal: Griechische Passion

Erstmals die Urfassung der Oper zum Thema Gerechtigkeit in einer komplex-inhumanen Welt. Weiter...

Köln: La Voix humaine/
Herzog Blaubart

Die eine bis zum Ende versagend liebend - die andere selbstbewusst bis zum konsequenten Tod. Weiter...

Berlin: Arie des Tages

Margarete Huber hört sich um in der städtischen Umwelt, rezipiert den Duktus der Alltagskommunikation, versucht Akzentuierungen zu erkunden. Weiter...

Düsseldorf: Das Gesicht im Spiegel

Wie kann ein Mensch es ertragen, seinem Klon gegenüberzutreten, seine Einzigartigkeit zu verlieren? Weiter...

Frankfurt: Daphne

Daphne in psychoanalytisch auslotender Jetztzeit, die Paradies und Hölle nicht mehr trennen mag. Weiter...

Münster: Parsifal

Der Kult der Gralsritter ist ein katholisches Hochamt, der Erlöser beschreitet die Treppe nach oben in den Himmel. Weiter...

Hildesheim: On The Town

Ein Tag und - vor allem - eine Nacht in New York: temperamentvoll durchlebt. Weiter...

Kaiserslautern: Pimpinone

Vespetta und Pimpinone - Freunde der action directe. Sie will seine Mäuse, er will sie mausen. Weiter...

Essen: Die Csárdásfürstin

Es geht nicht nur um Adel und Bürgerlichkeit, es geht um die unmögliche Liebe Anno 1940. Weiter...

Bremen: Il Barbiere

Bremens Rossini-Zyklus ist vollendet. Michael Hampe präsentiert eine im besten Sinne "klassische" Inszenierung. Weiter...

Dortmund: Die Winterreise

Ein suchendes Lebensgefühl mit allen Hoffnungen, Enttäuschungen und Todesvisionen wird zu gesungener Ahnung. Weiter...

Trier: Der Freischütz

Lutz Schwarz Inszenierung bietet exzellente Personenführung, pantomimische Phantasie und Mut zur Stilisierung. Weiter...

Osnabrück: Neda - Der Ruf

Fitna, Nuschabe und Turandot - in allen dreien spiegeln sich Visionen von Gleichberechtigung. Weiter ...

Heidelberg: John Lennon

Das Leben von John Lennon, der immerhin die Welt veränderte, oder zumindest sie zu verändern suchte. Weiter...

Magdeburg: Orpheus

Ein Loblied auf die Freiheit von Liebe und Bindung - im frühen 18. Jahrhundert  proklamiert von einer Frau! Weiter...

Saarbrücken: Phantasma

Die gute alte Metaphysik, ohne Staub, in ein mit- und hinreißendes Musical verpackt. Weiter...

Hamburg: Erwartung/Le Bal

Dreifach weibliche Abgründe in der Staatsoper - mit einer Uraufführung von Oscar Strasnoy. Weiter...

Bielefeld: Scarlet Pimpernel

David gegen Goliath inmitten der Revolution - schön inszeniert, mit üppigen Farben ausgestattet. Weiter...

Dessau: One Touch of Venus

Wiederentdeckung Kurt Weill - und die seines typischen Broadway-Musical-Sounds der 40er Jahre. Weiter...

Gelsenkirchen: Die tote Stadt

Ein gradlinies Inszenierungskonzept, das sich in einem 'per aspera ad astra' erschöpft. Weiter...

Kaiserslautern: Der fliegende Holländer

Die Disparatheit in der globalisierten Welt - die Herrschaft der Systeme über den Menschen. Weiter...

Hildesheim: Die Fledermaus

Schön anzusehende Bilder und ein Ensemble voller Spielfreude und Temperament. Weiter...

Maastricht: Hänsel und Gretel

Permanent wechselnde Deutungsmuster schaffen Verwirrung, lassen keine durchgängige Idee erkennen. Weiter...

Karlsruhe: Radamisto

Händels Oper wie im 18. Jahrhundert - den Festspielen sei Dank für diese Demonstration. Weiter...

Karlsruhe: Rinaldo

Eine kritische Auseinandersetzung mit den Mythen von kriegerischem Triumph und heroischer Liebe. Weiter...
 

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Trauer um Albrecht Döderlein

Nürnberg - Überraschend ist am Morgen des 1. September 2010 Albrecht Döderlein, Geschäftsführender Direktor des Staatstheaters Nürnberg, gestorben.
Albrecht Döderlein, geboren 1953 in München, studierte Musik im Hauptfach Fagott am Richard-Strauss-Konservatorium und an der Staatlichen Hochschule für Musik in München. Von 1977 bis 1984 folgte ein Engagement als Orchestermusiker am Pfalztheater Kaiserslautern, wo er Sprecher des Orchestervorstands war und das Projekt „Orchester in Schulen“ gründete. Nach seinem Wechsel an die Städtischen Bühnen Osnabrück war Döderlein bis 1988 als Leiter des Musikbüros Assistent des Generalmusikdirektors und Orchestergeschäftsführer.
Sein weiterer beruflicher Weg führte ihn nach Ludwigsburg, wo er bis 1990 als Chor- und Orchestergeschäftsführer der Ludwigsburger Schlossfestspiele unter der Intendanz von Wolfgang Gönnenwein arbeitete. Mit Beginn der Spielzeit 1990/91 wechselte Albrecht Döderlein an das Saarländische Staatstheater Saarbrücken, wo er zunächst als Referent der Geschäftsführung, dann als Chefdisponent und Betriebsdirektor und ab 1999 als Verwaltungsleiter und Prokurist tätig war. 2001 wurde er zum Geschäftsführenden Direktor und erster Betriebsleiter des Theaters Dortmund sowie 2005 zum Interim-Intendanten und Geschäftsführer des Konzerthauses Dortmund berufen.
Seit März 2006 war Albrecht Döderlein Geschäftsführender Direktor des Staatstheaters Nürnberg.
„Tief erschüttert habe ich vom viel zu frühen Tod Albrecht Döderleins erfahren", erklärt Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. „Unser aller Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Kindern sowie seinen Angehörigen. Die Stadt Nürnberg hat mit Albrecht Döderlein einen hervorragenden Kulturmanager verloren. Durch seine sehr gute und kenntnisreiche Arbeit hat er das Staatstheater Nürnberg auf eine solide finanzielle Basis gestellt."
Kunstminister Dr. Wolfgang Heubisch äußerte sich voll Respekt vor der Leistung Albrecht Döderleins: „Mit reicher Kenntnis, Hartnäckigkeit, aber auch mit Humor hat er Großes für das Staatstheater Nürnberg geleistet.“
Kulturreferentin Prof. Dr. Julia Lehner erfuhr die Nachricht vom Tod Döderleins im Urlaub: „Ich bin zutiefst betroffen. Das Staatstheater hat mit dem Ableben Albrecht Döderleins einen großen Verlust erlitten. Er war durch und durch ein Theatermensch, hat mit großem Engagement die Umstrukturierung des Staatstheaters vorangetrieben und die Sanierung des Schauspielhauses begleitet. Dem Kulturreferat war er stets ein hervorragender Partner in der Zusammenarbeit.“

Nabucco-Video ist online

Düsseldorf - Die Proben zur Verdi-Oper Nabucco laufen in der Johanneskirche in Düsseldorf auf Hochtouren. Opernnetz-Mitarbeiter Michael S. Zerban war vor Ort und hat einen Videobeitrag über den engagierten Einsatz von Profis und Laien in der Kirche gedreht und online gestellt. Der Beitrag kann hier angesehen werden.

Trauerfeier für Schlingensief in Oberhausen

München/Oberhausen - Für den verstorbenen Regisseur Christoph Schlingensief soll es in seiner Heimat Oberhausen eine Trauerfeier geben. Dem Nachrichtenmagazin Focus zufolge wird sein Heimatpfarrer Michael Dörnemann die Feier im engsten Familienkreis leiten. Der Geistliche sagte dem Magazin: „Ich war selber überrascht, als ich hörte, dass Christophs Leichnam nach Oberhausen überführt wird. Da ahnte ich, dass er zu uns zurückkommen wollte. In die Heimat, nach Hause.“
Schlingensiefs Leichnam soll Dörnemann zufolge in seiner Heimat verbrannt und seine Asche im Meer verstreut werden. Schlingensief wurde in Oberhausen getauft und war dort auch zwölf Jahre lang Messdiener.

Spielplan für Bayreuther Festspiele 2011 steht

Bayreuth - Kurz vor Ende der Spielzeit der Bayreuther Festspiele 2010 hat das berühmte Opernfestival seinen Spielplan für das kommende Jahr bekannt gegeben. Wie immer beginnt die Festspielzeit am 25. Juli und endet am 28. August. Eröffnet wird die 100. Spielzeit mit einer Neuinszenierung von Richard Wagners Oper Tannhäuser in der Regie von Sebastian Baumgarten. Die musikalische Leitung hat Thomas Hengelbrock. Beide Künstler sind Bayreuth-Debütanten. Die Festspiele 2010 gehen am Samstag (28. August) zu Ende.
Zum Aufführungs-Reigen der Festspiele 2011 gehören ferner: Lohengrin (Regie: Hans Neuenfels), Tristan und Isolde (Regie: Christoph Marthaler), Die Meistersinger von Nürnberg (Regie: Katharina Wagner) sowie Tannhäuser (Regie: Stefan Herheim).

Bregenzer Festspiele ziehen Bilanz - Aida Publikumsrenner

Bregenz - Graham Vicks spektakuläre Inszenierung von Giuseppe Verdis Aida ist voraussichtlich die bestbesuchte Opernproduktion auf der Seebühne in der Geschichte der Bregenzer Festspiele. Wenn auch die letzten drei Vorstellungen unter freiem Himmel stattfinden können, werde sich die Gesamtbesucherzahl der Aida in zwei Jahren auf rund 346.000 Zuschauer addieren, teilte die Festspielleitung am Freitag (20. 8.) in Bregenz mit. Das meistbesuchte „Spiel auf dem See“ überhaupt war 2003/2004 Leonard Bernsteins Musical West Side Story.
Für Kurzentschlossene, die sich die auch von der Kritik gelobte Aida-Inszenierung noch ansehen wollen, gebe es noch Restkarten.
Trotz des kühlen Sommers sahen sich allein in diesem Jahr rund 145.000 Besucher Verdis Wüstenoper im Bodensee an. Dies entspricht einer Auslastung der Seebühne von 85 Prozent. Clou von Vicks Inszenierung waren zwei haushohe Baukräne, die Teile der Bühnendekoration hoch in der Luft zusammensetzten. Die Gesamtbesucherzahl aller Veranstaltungen der diesjährigen Bregenzer Festspiele lag bei gut 195.000 Menschen, was einer Auslastung von 85 Prozent entspricht.
Die Bregenzer Festspiele hätten „mit ihrer Kombination aus populärer Oper am See einerseits und einem mutigen und kantigen künstlerischen Profil andererseits“ auch in diesem Sommer große Zugkraft bewiesen, sagte Festspielpräsident Günter Rhomberg. Die 65. Bregenzer Festspiele gehen am Sonntag zu Ende. Im nächsten Jahr gibt es auf der Seebühne wieder eine Opern-Neuproduktion. Dann wird Umberto Giordanos Revolutionsoper André Chénier zu sehen sein. Regie führt der Brite Keith Warner, der ab 2011 das Direktorenamt am Königlichen Opernhaus Kopenhagen bekleiden wird.

Michael Börgerding wird neuer Intendant des Theater Bremen

Bremen - Michael Börgerding übernimmt mit Beginn der Spielzeit 2012/2013 die Intendanz am Theater Bremen. Darauf haben sich die Mitglieder der Findungskommission einstimmig verständigt. Die entsprechenden Verträge wurden jetzt unterzeichnet. Dies gaben die Aufsichtsratsvorsitzende des Theaters, Kultur-Staatsrätin Carmen Emigholz, und Finanz-Staatsrat Dieter Mützelburg am 12. August, bekannt. „Mit Michael Börgerding haben wir einen Intendanten gewinnen können, der für ein anspruchvolles, innovatives und inspirierendes Theater steht“, so Emigholz. „Neben einer hohen theaterfachlichen Kompetenz und einem ruhigen, unaufgeregten Arbeitsstil bringt Michael Börgerding klare Vorstellungen zur Profilierung des Hauses ein, die eine Stärkung des Spartenbetriebs vorsieht. Ich denke wir haben eine exzellente Auswahl vorgenommen“, so Emigholz weiter.
„Michael Börgerding ist der richtige, der geeignete Intendant in der jetzigen Situation des Theaters und der Freien Hansestadt Bremen“, betonte Dieter Mützelburg. „Ich freue mich auf meine Aufgabe, die ich mit großem Respekt angehe“, sagte Michael Börgerding. Er wolle ein zeitgenössisches Theater machen, dass sich über Inhalte definiere. „Mein Ziel ist ein Theater für die Stadt, ein Theater das sich der ganzen Stadt öffnet.“
Michael Börgerding wurde 1960 in Lohne im Oldenburger Land geboren. Seit 2005 ist er Leiter der Theaterakademie in Hamburg. Nachdem Studium der Germanistik, Soziologie und Philosophie in Göttingen von 1987 bis 1993 arbeitete Michael Börgerding als Regisseur und Dramaturg am Jungen Theater Göttingen, bevor er bis 2000 Dramaturg beim Schauspiel Hannover wurde. Bis 2005 war Börgerding dann Chefdramaturg am Thalia Theater in Hamburg. Am 1. Oktober 2005 wurde er Leiter der Theaterakademie Hamburg.

Sorbisches National-Ensemble plant Halbierung der Auftrittszahl

Bautzen - Das von Sparmaßnahmen betroffene Sorbische Nationalensemble will die Zahl seiner Auftritte in der Spielzeit 2011/2012 um die Hälfte verringern. Damit reagiert Ensemble-Intendantin Milena Vettraino auf drastische Kürzungen, die der Stiftungsrat der Stiftung für das sorbische Volk beschlossen hatte. „Wir wollen unsere Tourneen außerdem als Blöcke gestalten und Gastspielreisen mit mehreren Auftritten in einer Region ins Repertoire aufnehmen, um Geld zu sparen“, sagte die Intendantin in Bautzen bei der Vorstellung des neuen Spielplans für die Spielzeit 2010/11.
Die bisherigen Mittel für das National-Ensemble sollen von 4,9 Millionen Euro jährlich um rund 900 000 Euro gekürzt werden. Außerdem müssen 27 Stellen eingespart werden. In welchen Sparten das geschehe, sei noch nicht klar, erklärte Vettraino. Der Vorschlag, das Orchester ganz abzuschaffen, sei jedoch ökonomischer Unsinn, da durch Abfindungen und die Verpflichtung externer Musiker zusätzliche Kosten entstehen würden.
Ab September 2011 solle die „Sorbische Musikakademie“ unter dem Dach des Ensembles gegründet werden. „Wir wollen einen Grundstein für die Nachwuchsarbeit legen und Kurse, Workshops und Sonderprojekte anbieten, um junge Leute für sorbische Musik zu begeistern“, sagte Vettraino.
Das National-Ensemble mit den drei Sparten Chor, Orchester und Ballett hat jährlich etwa 100 Aufführungen in der Lausitz und 100 Aufführungen außerhalb der Region, deutschland- und weltweit. Dazu gehören Tanztheater, Märchen für Kinder und Konzerte. In der Lausitz leben etwa 60 000 Sorben, eine slawische Minderheit - 40 000 davon im Osten Sachsens und 20 000 im Süden Brandenburgs.

Begegnung mit den Großen

Berlin - Ilse Eliza Zellermayer hat als Künstleragentin Jahrzehnte lang die Großen der Oper begleitet, war mit ihnen befreundet, hat sie gut gekannt. Nun erzählt sie in ihrem Buch Prinzessinnensuite von ihren Erlebnissen. Weiter...

Erfurter Inszenierung von La Traviata in Pretoria gezeigt

Erfurt - Die Erfurter Inszenierung von Verdis La Traviata ist mit großem Erfolg in Südafrika aufgeführt worden. Die fünf Vorstellungen in diesem Sommer im South African State Theatre in Pretoria seien allesamt ausverkauft gewesen, teilte eine Sprecherin des Theaters Erfurt mit. Den Angaben nach waren südafrikanische und deutsche Sänger gemeinsam aufgetreten. Hintergrund ist eine im Juli geschlossene dreijährige Kooperationsvereinbarung der beiden Theater. Diese werde im kommenden Jahr mit Humperdincks Hänsel und Gretel sowie 2012 mit Mozarts Figaro fortgesetzt.

Neue Nietzsche-Oper Rihms in Salzburg enthusiastisch gefeiert

Salzburg - Die neue Oper Dionysos von Wolfgang Rihm ist am Dienstag (27. Juli) bei den Salzburger Festspielen begeistert gefeiert worden. Nach der gut zweistündigen Uraufführung im Haus für Mozart spendete das Premierenpublikum dem Komponisten minutenlange Ovationen. Rihm nahm die Ehrbezeugungen auf der Bühne persönlich entgegen, nachdem er den Protagonisten der Uraufführung selbst Dank und Anerkennung für die große künstlerische Leistung gezollt hatte. Unter ihnen Dirigent Ingo Metzmacher und der Berliner Multikünstler Jonathan Meese, der das Bühnenbild geschaffen hatte.
Der 1952 geborene Rihm ist einer der produktivsten und meist aufgeführten ernsten Komponisten der Gegenwart. Mit Dionysos wurde das Opernprogramm der Salzburger Festspiele 2010 eröffnet, die in diesem Jahr ihr 90-jähriges Bestehen feiern und bis Ende August dauern.
Rihms jüngste „Opernphantasie“ basiert auf den Dionysos Dithyramben, späten Gedichten des Dichterphilosophen Friedrich Nietzsche. Das Werk verfügt über keine lineare Handlung, sondern reiht reale Lebensbilder und irreale (Wahn)-Vorstellungen Nietzsches in dessen eigenen Worten aneinander. Der Philosoph hatte sich in seinen späten Jahren stark mit Dionysos identifiziert, dem antiken Gott des Rausches und der Ekstase. Nach Nietzsches Auffassung ist wahre Welterkenntnis nur im Rausch möglich. Der Philosoph, der den Rausch propagierte, starb selbst in geistiger Umnachtung, die sich in seinen späten Werken bereits andeutete.

Schlingensief braucht mehr Geld für afrikanisches Operndorf

München - Für sein Operndorf-Projekt im afrikanischen Burkina Faso fehlt Regisseur Christoph Schlingensief „noch sehr viel Geld“. Das sagte er in einem Interview mit dem Magazin des Goethe Instituts. Vieles scheitere an den „unglaublichen Bedingungen“ der Förderer, da die Gelder etwa nur für Gagen verwendet werden dürften, nicht aber direkt für Baumaterial oder Arbeiter. „Sie wollen europäische Maßstäbe an afrikanische Gegebenheiten anlegen“, beklagte er.
Schlingensief baut derzeit zusammen mit dem Berliner Architekten Francis Kéré in Burkina Faso das Operndorf. Das Projekt soll eine Theaterbühne, Werkstätten, eine Schule, ein Krankenhaus und Unterkünfte für Künstler in sich vereinen. Das Dorf solle ein Ort sein, „an dem die innersten Träume realisierbar werden“, sagte Schlingensief.
Als klassischer Entwicklungshelfer sieht der Regisseur sich mit diesem Projekt aber nicht. „Wir wollen dem afrikanischen Kontinent helfen und können uns selbst nicht helfen“, sagte er. „Wir klagen ja schon, wenn der Zug vier Minuten Verspätung hat.“ Wenn es etwas heftiger regne, rasten Politiker „noch Wochen später mit Gummistiefeln herum“. Da könne man von Afrika noch einiges lernen. „Wenn in Burkina Faso die Sintflut kommt und alle Häuser wegspült, dann werden sie am nächsten Tag wieder aufgebaut“, sagte er.

Gerhard Weber bleibt bis 2015 in Trier

Trier - Der Intendant des Theaters Trier, Gerhard Weber, hat seinen Vertrag bis 2015 verlängert. Weber, der das Haus seit der Spielzeit 2003/04 leitet, erhielt das einstimmige Votum aller Stadtratsfraktionen zugunsten seiner Verlängerung.
Mit einer ebenso abwechslungsreichen wie anspruchsvollen Programmgestaltung sowie der Bespielung unkonventioneller Aufführungsorte außerhalb des Theaters ist es ihm gelungen, eine hohe Kontinuität hinsichtlich der Zuschauerauslastung zu garantieren. In der Saison 2009/10 verfolgten über 117.000 ZuschauerInnen das Programm. Zu den herausragenden künstlerischen Erfolgen, mit denen Gerhard Weber auch in Zukunft deutliche Akzente zugunsten der Stärkung des Ensembletheaters setzen wird, gehört neben dem Ausbau internationaler Koproduktionen die Etablierung des zeitgenössischen Tanztheaters unter der Leitung des Choreografen Sven Grützmacher. Die Initiative des mehrfach vom Land Rheinland-Pfalz geförderten Schauspielfestivals „Maximierung Mensch“ erfuhr breite Wirkung bei Publikum und Presse. Auch die mobilen Produktionen des Kinder- und Jugendtheaters erzielten positive Resonanz in Trier und weiten Teilen der Region. Gerhard Weber führt die langfristigen Erfolge nicht zuletzt auf die Beständigkeit seines künstlerischen Leitungsteams zurück und wertet die einstimmige Bestätigung seiner Theaterarbeit durch den Stadtrat als Signal für den Fortbestand des Dreispartenhauses. Neben der Pflege des klassischen Repertoires sieht er weiterhin die Förderung zeitgenössischer Stoffe als wichtige Aufgabe; so kommen in der Saison 2010/11 im Großen Haus die Philip-Glass-Oper The voyage sowie die Theateradaption des Romans Mitternachtskinder von Salman Rushdie zur deutschen Erstaufführung. Der Ausbau internationaler Beziehungen manifestiert sich durch die Zusammenarbeit mit Theatern in Frankreich, Portugal und Luxemburg.

Anthony Rolfe Johnson gestorben

Am 20. Juli 2010 verstarb der britische Tenor Anthony Rolfe Johnson (*1940) im Alter von 69 Jahren. Rolfe Johnson studierte an der Londoner Guildhall School of Music bei Ellis Keeler und Vera Rózsa, später bei Richard Lewis und Peter Pears. Er begann seine Sängerlaufbahn in Nebenrollen und im Chor des Glyndebourne Festivals 1972 bis 1976, 1973 debütierte er bei der English Opera Group in Tschaikowskis Iolanta, 1974 als Lensky in Eugen Onegin in Glyndebourne. Schwerpunkt seiner Arbeit waren Monteverdi, Bach, Händel und Mozart in der historisch informierten Aufführungspraxis. Zahlreich waren seine Auftritte mit Nikolaus Harnoncourt, Roger Norrington und John Eliot Gardiner, was glücklicherweise auf CD gut dokumentiert ist. Das britische Repertoire war ein weiterer fester Bestandteil: Brittens Peter Grimes, Aschenbach in Death in Venice, das War Requiem oder Liedzyklen von Britten, Butterworth und Vaughan Williams. Anthony Rolfe Johnson wurde regelmäßig an die wichtigen Opernhäuser und Festivals der Welt verpflichtet. So war Rolfe Johnson auch der Monnaie Oper in Brüssel über einen langen Zeitraum hinweg eng verbunden (1983 bis 2001). Unvergessen etwa sein Peter Quint in Brittens The turn of the screw in der Keith Warner-Inszenierung 1998 oder seine Mitwirkung an der Uraufführung von Philippe Boesmans Wintermärchen 1999 als Polixenes unter Luc Bondy und Antonio Pappano. (Dirk Ufermann)

KulturmanagerIn gesucht

Münster – Anton Urspruchs komische Oper Das Unmöglichste von Allem wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts an den führenden Opernhäusern Deutschlands gespielt.
Im Herbst 2011 soll in Leverkusen und in Offenbach die Oper erneut aufgeführt werden. Das Ensesmble sowie die Termine stehen fest, eine Teilfinanzierung scheint gesichert.
Gesucht wird ab sofort eine Expertin/ein Experte aus dem Bereich des Kulturmanagements, der/die das Finanz-Management dieses Projektes übernehmen kann. Modalitäten und Honorierung auf Anfage. Die Anträge bei den vorrecherchierten in Frage kommenden Stiftungen müssen bis zum Herbst 2010 gestellt werden.
Bewerbungen bitte per E-Mail an AntonUrspruch@web.de
Informationen über Anton Urspruch auf der Homepage www.antonurspruch.de

Lausitzer Opernsommer entfällt wegen Geldmangels

Cottbus - Der Lausitzer Opernsommer 2010 fällt wegen Geldmangels aus. Für die Veranstaltungen am Pückler-Schloss Branitz in Cottbus fehle in diesem Jahr die finanzielle Basis, sagte Produktionsdirektor Andreas Wirth. Mehrere Sponsoren seien überraschend abgesprungen. Das traditionelle Opernprojekt unter freiem Himmel wurde in den vergangenen Jahren mit einem Etat von jeweils rund 80 000 Euro veranstaltet. Lediglich die Hälfte des Geldes konnte jedoch über den freien Kartenverkauf eingespielt werden.
Bei den bislang 18 Veranstaltungen des Lausitzer Opernsommers gehörten vergessene Schätze der Opernliteratur zum musikalischen Anspruch und Repertoire. Seit über 15 Jahren amtierte der US-Amerikaner Richard Hughey als künstlerischer Leiter. Als Solisten fungierten jeweils Studenten und Absolventen der Dresdener Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“. Die musikalische Begleitung hatte seit 2008 ein Studentenorchester der Western Illinois University aus dem US-Bundesstaat Illinois übernommen.
Im nächsten Jahr soll es mit einem veränderten Veranstaltungskonzept eine Neuauflage des Lausitzer Opernsommers geben.

Nagano verlässt München

München - Kent Nagano gibt bekannt, dass er für eine Vertragsverlängerung als GMD der Bayerischen Staatsoper nach 2013 nicht zur Verfügung steht.
Der Wortlaut seines entsprechenden Schreibens:

„Angesichts der kulturpolitischen Entwicklungen der letzten Monate in München – am Staatstheater am Gärtnerplatz und bei den Münchner Philharmonikern – und deren Folgen sowohl für den Ruf dieser Institutionen als auch für den der Stadt, habe ich mich entschlossen, für eine Vertragsverlängerung als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper nach dem Sommer 2013 nicht zur Verfügung zu stehen. Mit dieser Entscheidung möchte ich den Schaden, der durch eine Personaldiskussion entstehen und der zu hausinternen Spannungen und Verwerfungen führen kann, von der Staatsoper abwenden.
Beauftragt durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst habe ich mich als Generalmusikdirektor in den Dienst der Staatsoper, unseres Orchesters, unseres Chores und unseres Publikums gestellt. Ich habe für diese außergewöhnlichen Kollektive in den reichen und wunderbaren Spielzeiten der letzten Jahre eine hohe Achtung sowie eine tiefe und aufrichtige Zuneigung entwickelt.
Die kulturelle Prägung Münchens, seine Tradition und Atmosphäre sowie besonders meine Kolleginnen und Kollegen haben es mir erlaubt, als Künstler zu wachsen; sie haben mich stark beeinflusst und waren und sind die Quelle meiner künstlerischen Inspiration. Sie sind anspruchsvoll, sachkundig, flexibel und neugierig und unterstützen meine künstlerischen Visionen freundschaftlich und enthusiastisch. Dafür bin ich sehr dankbar.
Mit meiner Entscheidung, für eine Vertragsverlängerung über die Laufzeit des derzeitigen Vertrages hinaus nicht zur Verfügung zu stehen, möchte ich verhindern, dass meine Kolleginnen und Kollegen, die Öffentlichkeit und die Stadt München einer Atmosphäre kulturpolitischer Spekulationen und Spannungen ausgesetzt werden, die letztlich allen Beteiligten Schaden zufügen und der noblen, einmaligen Tradition der Bayerischen Staatsoper, dem Ruf Münchens und seiner Gesellschaft nicht gerecht werden.
With my heartfelt appreciation and dedication,
Kent Nagano
München, den 6. Juli 2010“

Theater Bielefeld und Bielefelder Philharmoniker liefern Rekordergebnis

Bielefeld - 210.000 Zuschauer in der Spielzeit 09/10, darunter sind rund 15.000 Besucher der Gastkonzerte der Philharmoniker, bescheren dem Theater Bielefeld die bisher erfolgreichste Saison seit Beginn der Intendanz von Michael Heicks. Im Vergleich zur letzten Spielzeit entspricht das einem Zuwachs von 10.000 Zuschauern. Zu den Publikumsmagneten gehörten die Schauspielproduktion Männerbeschaffungsmaßnahmen mit 36 ausverkauften Vorstellungen, die beiden Musicals Crazy for you und The Scarlet Pimpernel, die insgesamt von über 20.000 Zuschauern besucht wurden sowie die Oper Carmen, die in 15 nahezu voll besetzten Vorstellungen auf knapp 10.000 Besucher kommt. Insgesamt wurden in dieser Spielzeit 575 Vorstellungen gezeigt. „Das ist sowohl ein gewaltiger Kraftakt des Ensembles als auch eine hochkomplexe logistische Meisterleistung aller Abteilungen“, so der Intendant Michael Heicks.
Entgegen dem Trend an deutschen Theatern hat das Theater Bielefeld im Verlauf der letzten Spielzeit sogar einen Anstieg bei den Abonnenten zu verzeichnen. Im Vergleich zur letzten Saison wurden über 100 Abonnements mehr abgeschlossen. Insgesamt haben das Theater Bielefeld und die Bielefelder Philharmoniker rund 5000 Abonnenten. Dazu kommen noch rund 500 Inhaber einer Theatercard, die sich in der aktuellen Spielzeit zum Verkaufsschlager entwickelt hat.
Dieser enorme Publikumzuspruch führt außerdem dazu, dass das Theater Bielefeld einen großen wirtschaftlichen Erfolg verbuchen kann. Der Umsatz des Theaters steigerte sich in der aktuellen Spielzeit um mehr als hunderttausend Euro, so dass das von der Theaterleitung gesetzte monetäre Ziel erreicht werden konnte. „Dass es uns gelungen ist, in einem von so vielen Faktoren abhängigen System wie dem Theaterbetrieb finanziell so genau vorauszuplanen, ist sensationell. Vor allem, wenn man bedenkt, dass nach wie vor auch ein großer Anteil an jungem Publikum unsere Aufführungen besucht, das überwiegend zu ermäßigten Preisen ins Theater gehen kann“, so Michael Heicks.
Auch unter inhaltlichen Gesichtspunkten kann das Theater Bielefeld auf sehr gute Ergebnisse zurückblicken. Für überregionale Beachtung sorgten zum Beispiel Dariusch Yazdkhastis Inszenierung von Goethes Clavigo, die zum NRW-Theatertreffen eingeladen sowie die Jugendclub-Produktion Kleiner Mann, was nun?, die als eine der sechs besten Jugendclub-Inszenierungen beim Bundestreffen der Theaterjugendclubs gezeigt wurde. Für die künstlerische Qualität des Hauses zeugt außerdem die in dieser Spielzeit begonnene finanzielle Förderung der theaterpädagogischen Arbeit und der Zeitsprung-Projekte des Tanztheaters durch das Land NRW.
Als letzte Vorstellung dieser Spielzeit zeigt das Theater Bielefeld am 18. Juli das Tanzstück Am Puls des Lebens. Die nächste Saison startet am 04. September mit einem ganztägigen Theaterfest im Stadttheater und an verschiedenen Open-Air-Bühnen in der Altstadt.

Historisch informierte Aufführungspraxis am Saarländischen Staatstheater

Saarbrücken. Dido und Aeneas, die berühmte Liebesgeschichte aus der Antike, hatte in der Opernfassung von Henry Purcell im Juni Premiere im Saarländischen Staatstheater. Nach den Florentiner Intermedien und Agrippina ist dies nun die dritte Produktion, die Konrad Junghänel an diesem Haus dirigiert. Sandra Sinsch sprach mit dem Barockopern-Spezialisten über seine Arbeit mit dem Staatsorchester, das erstmals auf historischem Instrumentarium antritt. Mehr dazu im opernnetz-backstage hier.

Oper in der Kirche

Düsseldorf - Nach Angaben der Veranstalter wird diese Inszenierung von Verdis Nabucco weltweit die erste in einer Kirche sein. In der Düsseldorfer Johanneskirche trauen sie sich was: Große italienische Oper als multimediale Inszenierung. Mehr als hundert Chorsängerinnen und Chorsänger, Solisten und die Bochumer Symphoniker wollen unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Abendroth das Publikum fesseln. Regisseurin Nicola Glück verspricht schon jetzt eine "aufregende Beziehung zwischen Zuschauern, Raum, Musik und dem alttestamentarischen Stoff der Oper". Die Aufführung wird im September 2010 im Rahmen des Düsseldorfer Altstadtherbstes stattfinden. Einzelheiten und Karten bekommen Sie hier.

Kulturstiftung Dortmund vergibt erstmals Nachwuchspreis

Dortmund - Der 28-jährige Nachwuchs-Cellist Nicolas Altstaedt erhält am 4. Oktober den erstmals von der Kulturstiftung Dortmund vergebenen Nachwuchspreis. Die Auszeichnung wird im Rahmen eines Konzertes im Harenberg City-Center in Dortmund verliehen. Seine expressive Spielweise und sein unvoreingenommener Umgang mit den Werken der Klassik sowie der Moderne stehen für eine neue, richtungsweisende Generation junger, hochtalentierter Musiker. Altstaedt ist hier führend und genießt schon früh Achtung und hohe Anerkennung in der Musikszene. Er ist mehrfach mit internationalen Preisen, unter anderem dem Borletti Buitoni Fellowship 2009, ausgezeichnet worden.
Zahlreiche Auftritte mit hochkarätigen Orchestern zeichnen seinen Weg. So spielte er im vergangenen Jahr zusammen mit dem Tonhalle Orchester Zürich unter Neville Marriner, dem RSO Stuttgart unter Sir Roger Norrington, dem Simon Bolivar Orchester, den Bamberger Symphonikern sowie den Rundfunkorchestern Berlin und Helsinki. Nicolas Altstaedt ist der Träger des Credit Young Artist Award 2010 und wird beim Lucerne Festival mit den Wiener Philharmonikern unter Gustavo Dudamel auftreten. Der Sohn deutsch-französischer Eltern gehört zu den letzten Schülern Boris Pergamenschikows in Berlin, wo er bei Eberhard Feltz weiterstudiert. Als einer der wenigen europäischen Künstler wurde er in die Lincoln Center Chamber Music Society New York aufgenommen.
Seit 1992 fördert die Kulturstiftung Dortmund unter dem Motto „Kultur bringt Leben in die Stadt“ als eine der wichtigsten Bürgerinitiativen der Region Kunst und Kultur in der Westfalen Metropole: Mehr als 160 Projekte wurden seit ihrer Gründung aus den Stiftungserträgen mit rund 2,6 Mio. Euro unterstützt.

Schlingensief sagt Ruhrtriennale-Produktion ab

Bochum/Mülheim - Christoph Schlingensief hat seine für die diesjährige Ruhrtriennale in Koproduktion mit dem Deutschen Theater Berlin geplante Produktion S.M.A.S.H. - In Hilfe ersticken kurzfristig abgesagt. Nach einer neuen schweren Krebsdiagnose sieht sich der Autor und Regisseur nicht in der Lage, im geplanten Zeitrahmen sein Werk zur Aufführung zu bringen. In einem Schreiben an sein Team und die Leitung der Ruhrtriennale bedauert er die Absage. Darin heißt es u.a.: „Es gibt jetzt leider ein paar harte Neuigkeiten, denen sofort nachgegangen werden muss! Meine Ängste während unserer letzten Produktion „Via Intolleranza II“ haben sich leider bestätigt, und schon diese Arbeit war ein harter Kampf, den ich nur mit Eurer Hilfe bewältigen konnte.
Bitte versteht mich, wenn ich jetzt Zeit brauche und eben nicht darüber phantasieren möchte, ob ich in dieser Situation nicht die Möglichkeiten mich künstlerisch auszudrücken, gerade nutzen sollte. Die Zeit verlangt aber gerade den reinen Realismus, und der Ausdruck kommt so oder so. Ob durch mich oder andere, die darüber ihre eigenen Existenzfragen beantworten wollen. Vielleicht kann „S.M.A.S.H.“ sogar später noch stattfinden. Die Erfahrungen gehen doch weiter, und die damit verbundenen Gedanken werden sowieso einfließen ... Aber bitte lasst Aino, meinen Freunden und mir jetzt diese Zeit, und Willy Decker und Ulrich Khuon haben das auch sofort verstanden.
Es ist für uns alle sehr bitter... aber ich sehe nach sehr gründlichen und traurigen Überlegungen: diese Arbeit zu diesem Zeitpunkt würde keine Kraftspende, sondern nur ein höchstriskantes "Spielchen" werden, das nur den einen Zweck hätte, nämlich so zu tun, als wäre die beste Therapie: Augen zu und durch. Und das darf jetzt auf keinen Fall passieren.
Aino und ich haben uns unglaublich auf diese Arbeit gefreut. Wieder bei der Ruhrtriennale arbeiten zu können, die mir schon vor zwei Jahren zu Beginn dieser nicht enden wollenden Krise sehr geholfen hat, wäre für mich eine große Ehre gewesen! Aber nun heißt es, schnell auf die neuen Befunde reagieren, und dann erst sehen wir weiter. Ich danke Euch allen und vermisse Euch schon jetzt! Ich hoffe sehr, dass wir die jetzt entstandene Situation bewältigen werden. Euer Christoph!“

Alle sieben Vorstellungen von S.M.A.S.H. – In Hilfe ersticken in der Stadthalle Mülheim an der Ruhr vom 21. bis zum 29. August sowie die Lesung So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein am 26. August finden leider nicht statt. Karten können ab sofort an den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.

Braunfels entwirft Bühnenbild für Oper seines Großvaters

Gera - Der Stararchitekt Stephan Braunfels entwirft für die Theater & Philharmonie Thüringen in Gera das Bühnenbild für die Oper Ulenspiegel seines Großvaters. Premiere ist am 28. Januar nächsten Jahres im Großen Haus der Bühnen der Stadt, wie eine Sprecherin mitteilte. Das Stück von Walter Braunfels war 1913 in Stuttgart uraufgeführt worden und später in Vergessenheit geraten. Inhaltlich geht es darin um den Freiheitskampf der Flamen gegen die spanische Unterdrückung in der Zeit zwischen 1568 bis 1648.
Stephan Braunfels gilt als einer der bedeutendsten deutschen Architekten der Gegenwart. Zu seinen wichtigsten Bauten zählen unter anderen das Paul-Löbe-Haus der Bundestagsabgeordneten in Berlin und die Pinakothek der Moderne in München. Vor der Arbeit in Gera hat er auch schon andernorts Bühnenbilder entworfen, so für die Inszenierung von Lohengrin im Festspielhaus Baden-Baden und für Fidelio an der Deutschen Oper am Rhein.

Theater Vorpommern kündigt Spielplankürzungen an

Stralsund/Greifswald - Einen Monat nach der Abberufung der Leitung des Theaters Vorpommern schlägt die neue Geschäftsführung einen strikten Konsolidierungskurs für die finanziell angeschlagene Bühne ein. Geplant sind Kürzungen im Spielplan der nächsten Saison, der Verzicht auf Gastdarsteller, Einschränkungen bei Open-Air-Vorstellungen und verstärkte Kooperationen mit anderen Spielstätten. Zugleich appellierte die neue Theaterleitung am Mittwoch in Stralsund an das Land, in den nächsten Jahren zusätzliche Mittel für den Erhalt der Theaterlandschaft bereitzustellen.
Die seit 1994 nicht mehr erhöhten Gelder aus dem Finanzausgleich in Höhe von 6,3 Millionen Euro pro Jahr reichten nicht aus, um das Theater langfristig zu erhalten, sagte Geschäftsführer Rainer Steffens bei der Vorstellung des neuen Spielplans. Eine unmittelbare Insolvenzgefahr für das vor 16 Jahren fusionierte Mehrspartentheater sei zwar nicht zu befürchten. Um den Betrieb des Theaters über das Jahr 2012 hinaus zu sichern, sei aber eine Dynamisierung der vom Land zugewiesenen Mittel erforderlich.
Insgesamt will das Ensemble ab Herbst zu 17 Premieren und 23 Wiederaufnahmen einladen, 9 Spielangebote weniger als in der ablaufenden Saison. Zudem wird die Zahl der philharmonischen Konzerte von acht auf sieben gekürzt. Nach dem Verzicht auf Open-Air-Vorstellungen in diesem Sommer werde geprüft, ob zu den Ostseefestspielen 2011 wenigstens eine unterhaltsame Freilichtveranstaltung in Stralsund oder Greifswald angeboten werden könne und wirtschaftlich auch vertretbar sei, sagte Steffens. Allerdings soll künftig auf kostspielige Gastrollen verzichtet und vorrangig nur noch eigene Technik genutzt werden.
Ende Mai waren Intendant Anton Nekovar und Geschäftsführer Hans-Peter Ickrath nach jahrelangem internen Streit abberufen worden. Der Etat des Theaters wird jährlich mit insgesamt rund 12,9 Millionen Euro Zuwendungen des Landes sowie der Gesellschafter Stralsund, Greifswald und Rügen gespeist. Über Zuschauerzahlen und Einnahmeentwicklungen wollte die neue Theaterleitung vorerst keine Auskünfte geben. Das neue Konzept soll am Dienstag dem Aufsichtsrat vorgestellt werden.

Aalto-Ballettdirektor gewinnt Regatta der Kieler Woche

Essen/Kiel - Ben Van Cauwenbergh, Direktor des Aalto Ballett Theater Essen und begeisterter Sportsegler, hat in seiner Bootsklasse (Drachenklasse) die Regatta der diesjährigen Kieler Woche, des bedeutendsten Segel-Events Europas, gewonnen – mit dem Traumergebnis von 11 Punkten vor dem dänischen Boot von Jesper Bendix (16) und dem besten deutschen Boot von Thomas Müller (21). Einziger Wermuts-Tropfen: Ben Van Cauwenbergh startet zwar für seinen Essener Heimatclub YCRE (Yachtclub Ruhrland Essen e.V.), aber unter belgischer Nationenflagge.

Votteler bleibt bis 2017 am Theater Augsburg

Augsburg - Der Augsburger Stadtrat hat der Vertragsverlängerung und der damit verbundenen Zielvereinbarung von Intendantin Juliane Votteler zugestimmt. Votteler wird nun bis 2017 Intendantin in Augsburg bleiben.
Juliane Votteler studierte an den Universitäten Erlangen, Wien und Frankfurt am Main Alte und Neue Deutsche Literaturwissenschaft, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft und Philosophie. Von 1996 bis 2006 war sie Chefdramaturgin und Direktorin für künstlerische Koordination an der Staatsoper Stuttgart während der Intendanz von Prof. Klaus Zehelein. Seit der Spielzeit 2007/08 ist Juliane Votteler Intendantin des Theater Augsburg.
Im Mai 2010 wurde Juliane Votteler in den Vorstand der Intendantengruppe des Deutschen Bühnenvereins gewählt.

Ex-Intendant des Staatstheaters gestorben

Nürnberg - Wulf Konold, der ehemalige Intendant des Staatstheaters Nürnberg, ist tot. Das teilte die Stadt Nürnberg am Freitag (25. Juni) mit. Konold wurde 1946 in Langenau bei Ulm geboren. 1996 wurde er Generalintendant und Operndirektor des Theaters Nürnberg, das 2003 zum Staatstheater ernannt wurde.
Bis zu seinem Abschied 2008 bemühte er sich unter anderem um die internationalen Kontakte des fränkischen Hauses. Er arrangierte Koproduktionen mit den Opernhäusern in Linz und Oslo sowie mit den Salzburger Festspielen. 2005 gestaltete er eine Reise nach Peking, wo erstmals in China Richard Wagners Ring vollständig gezeigt wurde.

John Dew bleibt bis 2014 Intendant des Staatstheaters Darmstadt

Wiesbaden - John Dew bleibt bis 2014 der Intendant des Staatstheaters Darmstadt. Die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann (CDU), begründete die Verlängerung des Intendantenvertrags am Mittwoch (23. Juni) in Wiesbaden damit, dass Dews künstlerische Arbeit einen wachsenden Publikumszuspruch erfahre. „Besonders zukunftsweisend ist sein Einsatz für die jüngere Zuschauergeneration mit Angeboten für Familien und für Studierende“, sagte die Ministerin. Der 1944 auf Kuba geborene und in New York aufgewachsene Regisseur leitet das Darmstädter Staatstheater seit der Spielzeit 2004/2005.

Intendantenvertrag von Ansgar Haag bis 2017 verlängert

Meiningen - Ansgar Haag leitet für weitere sieben Jahre die Theater Meiningen und Eisenach. Kultusstaatssekretär Thomas Deufel verlängerte am Mittwoch (23. Juni) Haags Intendantenvertrag bis Mitte 2017, wie das Südthüringische Staatstheater Meiningen mitteilte. Die Kulturstiftung Meiningen-Eisenach hatte sich zuvor einstimmig dafür ausgesprochen.
Haags Theaterarbeit sei überaus erfolgreich und könne sich auch überregional sehen lassen, sagte Deufel. Der erneute Vertrauensbeweis sei also folgerichtig. 2005 hatte Haag die Intendanz des Meininger Theaters übernommen, seit 2008 leitet er auch das Landestheater Eisenach.

Theaterintendantin Stone bleibt im Amt

Magdeburg - Die Stadt Magdeburg belässt es in der Affäre um die Intendantin des Magdeburger Theaters Karen Stone offenbar bei einer Abmahnung. Wegen der Entgleisung der Intendantin, die einen Polizisten Anfang Juni beleidigt und als „Nazi“ beschimpft haben soll, habe Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) zwar zunächst eine Kündigung erwogen, berichtete die Magdeburger Volksstimme (Donnerstagausgabe). Nach einer Sitzung des Theaterausschusses habe er sich jedoch dagegen entschieden.
Trümper begründete dies der Zeitung gegenüber damit, dass die Rechtsgrundlage für eine außerordentliche Kündigung des Fünfjahresvertrags zu unsicher sei. Der finanzielle und kulturelle Schaden für Magdeburg sei nicht kalkulierbar, sagte Trümper.
Der Polizist hatte am 5. Juni Anzeige wegen Beleidigung erstattet, nachdem ihn Stone nach der Premiere der Open-Air-Oper Evita beschimpft hatte. Stone entschuldigte sich in der vergangenen Woche für den Vorfall. Nach Abschluss der Ermittlungen wird der Fall nun der Staatsanwaltschaft übergeben.

Theater-Freunde in Leipzig wehren sich gegen Bühnen-Schließung

Leipzig - In Leipzig ist ein Disput über die von der Stadt beabsichtigte vorübergehende Schließung der Nebenbühne Skala entbrannt. Der Freundeskreis Schauspiel Leipzig rief in einer Petition die Stadt auf, die Spielstätte nicht zu schließen. Die Skala sei als experimentelle Bühne ein Anziehungspunkt für junges Publikum und Aushängeschild der Kultur in Leipzig.
Kulturdezernent Michael Faber hatte am Mittwoch auf der Stadtratssitzung erklärt, die Stadt wolle die Skala aus Kostengründen vorübergehend schließen, bis der Neubau 2013 eröffnet werde. Eine Interims-Spielstätte solle es nicht geben.

Generalintendant Wolfgang Gropper feierlich verabschiedet

Braunschweig - Mit einer Galaveranstaltung im Großen Haus des Staatstheaters Braunschweig hat sich Generalintendant Wolfgang Gropper von seiner Bühne verabschiedet.
Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Professor Dr. Johanna Wanka, dankte Gropper für seine Verdienste und würdigte ihn in ihrer Rede als einen leidenschaftlichen und stets neugierigen Theatermann. „Wir alle verdanken Ihnen den nie nachlassenden Mut zur konsequenten Beschäftigung mit modernen Musiktheaterwerken und zur Aufführung von Werken, die zu Unrecht nicht den Weg ins Repertoire gefunden haben. Durch diesen Mut hat das Staatstheater Braunschweig immer wieder nationale und internationale Beachtung gefunden“, sagte die Ministerin.
Gropper hatte das Theater 1997 als Generalintendant übernommen und war zuvor bereits von 1988 bis 1991 als Oberspielleiter und Schauspieldirektor in Braunschweig. Während seiner Intendanz ist es ihm gelungen, die Zuschauer- und Abonnentenzahlen zu steigern und das Image der Bühne in Stadt und Land stark zu verbessern.
„Sie haben viele Menschen berührt und durch Ihre künstlerische Arbeit eine Orientierung geboten“, sagte Ministerin Wanka.

Schauspielausbildung am TheaterTotal begehrt

Bochum - Das TheaterTotal Bochum zieht im aktuellen Bewerbungsverfahren eine erste Bilanz: Bereits 60 junge Menschen haben sich auf einen der 25 Ausbildungsplätze für die Spielzeit 2010/11 beworben. Am 26. Juni endet die Frist. Bis dahin nehmen die Bochumer Theatermacher noch Bewerbungen entgegen. Die Auswahl findet in einem zweitägigen Bewerbungsworkshop statt.
Das TheaterTotal war das Sprungbrett für viele erfolgreiche Schauspieler. Die Bochumer bieten dafür eine fundierte und umfassende Basisausbildung mit anschließender Tournee an. Die Bewerber aus ganz Deutschland sollten dafür Engagement und Leidenschaft mitbringen. In dem zweitägigen Bewerbungsverfahren entscheiden Regisseure, Tänzer, Bühnenbildner und Theaterleitung über die Eignung.
Die Plätze sind begehrt. Auf jeden freien Platz bewerben sich vier Interessenten. Die Ausbildung ist spannend: Neben dem klassischen Schauspiel, Tanz, Musik bildet das Theater ganzheitlich aus. Denn die künftigen Schauspieler sollen in neun Monaten ihre besonderen Kompetenzen entwickeln können. Dazu gehören Teamgeist, Initiative und Belastbarkeit. Diese Kompetenzen setzen sie im Schauspiel und in der Organisation um. Denn die abschließende dreimonatige Tournee wird durch die Teilnehmer in Eigenregie organisiert und umgesetzt. Die Schauspieler müssen dafür nähen, zimmern können, die Tourneebühnen ausleuchten, den Sound einrichten oder die Bühnenbilder bauen.
Das Programm des Projektes 2010/11 steht fest. Die Konferenz der Vögel von Fariduddin Attar geht mit den neuen Projektmitgliedern bundesweit und in den angrenzenden Ländern auf Tour. Interessenten haben die Möglichkeit das TheaterTotal auf der aktuellen Tournee zu sehen. Die Bewerbungsfrist endet am 26. Juni 2010. Die Bewerber müssen einen Fragebogen auf der Internetseite ausfüllen und einen handgeschriebenen Lebenslauf einreichen. Alle notwendigen Informationen gibt es unter www.theatertotal.de

TuP Essen sammelt 60.000 Unterschriften

Essen - Die Unterstützung für die Theater und Philharmonie Essen GmbH (TUP) entwickelt sich zu einer Bürgerbewegung in Essen. 60.000 Menschen haben bisher ihre Unterschrift für den Erhalt der TUP in ihrer jetzigen Form geleistet. Die seit Monaten herrschende Ungewissheit, wie es mit der Finanzierung der TUP weitergehen wird, ist bei vielen Bürgern Anlass zu großer Sorge.
Seit dem Bürgerbegehren 1999 für den damaligen Saalbau wurden noch nie so viele Unterschriften in Essen gesammelt.
Der Betriebsrat begrüßt die Signale einiger Parteien im Rat, die die Einsparungen, die von der TUP bereits geleistet wurden, anerkennen und bereit sind, Mittel zur Verfügung zu stellen, die den Erhalt aller Sparten sichern. Er hofft, dass dafür eine breite Mehrheit in der Ratssitzung am 30. Juni 2010 zustande kommt. Dem Betriebsrat ist bewusst, dass in der sehr schwierigen Finanzsituation der Stadt Essen Einsparanstrengungen weiterhin notwendig sind.

Noten sollte man lesen können

Martin Klessinger hat ein 750-Seiten-starkes Werk mit dem Titel "O wie ängstlich, o wie feurig..." über Opern geschrieben, das mehr sein will als ein Opernführer und die Aussagekraft der Musik beleuchtet. In Backstage erklärt er, warum ein solches Opus aus seiner Sicht notwendig ist. Weiter...

Projekt zum Ausbau des Bayreuther Festspielhauses ruht

Bayreuth - Der Ausbau des Bayreuther Festspielhauses ist ins Stocken geraten. „Das Projekt ruht“, sagte der zuletzt federführende Architekt Bernd Werner dem Nachrichtenmagazin Focus. Zwar hätten die beiden Chefinnen auf dem Grünen Hügel, Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier, einen Bauantrag für eine neue Probebühne gestellt, doch gebe es Streit um die Kosten von bis zu zehn Millionen Euro. Ursprünglich seien neben der Probebühne noch ein Kindertheater und neue Gastronomie für insgesamt 23 Millionen Euro geplant gewesen.
Toni Schmid vom bayerischen Kunstministerium sagte dem Magazin: „Bauliche Erweiterungen finanzieren traditionell die 'Freunde von Bayreuth'.“ Der Vorsitzende des Vereins, Georg von Waldenfels, sagte dazu, es gebe da „keinen Automatismus“. Juristischer Ärger droht laut Focus zudem von Architekten, deren Rechnungen in Höhe von 470 000 Euro Waldenfels nicht bezahlen wolle.