Wunderbar vernetzt
Detmold - 24 deutsche Musikhochschulen gibt es. Zwölf davon haben sich jetzt vernetzt, um die professionelle Musikausbildung zu analysieren und zu optimieren. "Erkenntnisse darüber, unter welchen Bedingungen Höchstleistungen entstehen, sollten nicht nur uns, sondern die ganze Gesellschaft interessieren", begründet Hans Bertels, Kanzler der Detmolder Hochschule für Musik, der für die Organisation zuständig ist, die Gründung des entsprechenden Instituts. Das Vorhaben wird mit Fördermitteln des Bundes und der Länder getragen.
Portrait-Konzert
Berlin - Die Arbeit des zeitgenössischen Komponisten Mark Andre wird Ende Januar in einem Konzert im Kronenboden vorgestellt. Sieben Musiker, die das Programm mit dem Komponisten gemeinsam eingeübt haben, gehören zu den führenden Musikern ihrer Generation. Das Konzert dauert etwa eine Stunde, anschließend haben die Gäste die Möglichkeit, sich mit den Musikern über ihre Arbeit zu unterhalten. Im Kronenboden haben etwa 20 bis 30 Gäste Platz. Und genau das ist, was die Musiker schätzen: Ein nahezu privater Rahmen statt großer Hallen.
Europäischer Förderpreis
Berlin - Die vielfach preisgekrönte Mezzosopranistin Clémentine Margaine erhält den Förderpreis der Kulturstiftung Pro Europa. Nach ihrem Klavierstudium absolvierte sie ein Gesangsstudium, das sie mit dem Diplôme Supérieur abschloss. Seit der aktuellen Spielzeit ist sie Ensemble-Mitglied der Deutschen Oper Berlin und Stipendiatin des Förderkreises der Oper. Die Preisverleihung findet am 7. Februar 2012 in der Humboldt-Universität statt.
Kleiner Abschied
Berlin - Ich freue mich auf neue Herausforderungen, die es in meinem Leben geben wird", mit diesen Worten verabschiedet sich Bassbariton Thomas Quasthoff nach fast 40 Jahren von der Konzertbühne. Aus gesundheitlichen Gründen will Quasthoff sich nicht länger den Strapazen des Gesangs aussetzen. Vom Ruhestand ist der Sänger allerdings weit entfernt. Weiter...
Schikaneder trifft Mozart
München - Marcus H. Rosenmüller, bekannter Regisseur von Heimatfilmen der anderen Art, präsentiert seinen neuen Film: Sommer der Gaukler ist ein im besten Wortsinne verrückter Streifen, der ein paar Tage aus dem Leben des Emanuel Schikaneder, seines Ensembles und des Wolfgang Amadeus Mozart erzählt. Es ist jener Schikaneder, der später für Mozart die Zauberflöte schreiben sollte. Michael S. Zerban hat den Film gesehen und rät unbedingt zum Kinobesuch. Weiter...
Neuer Glanz
Meiningen - Nach anderthalbjähriger Sanierung hat das Südthüringische Staatstheater Meiningen seine Pforten wieder für das Publikum geöffnet. Mit einer originellen Doppelpremiere ging es feierlich los: Die Shakespeare-Theatervorlage Maß für Maß bildete den Auftakt, das frühe Werk Richard Wagners Das Liebesverbot hauchte dem Haus wieder Opernduft ein. Franz R. Stuke hat sich die beiden Aufführungen angeschaut.
Wohlverdiente Ehre
Köln - Ein fachkompetentes Gremium hat den Preisträger empfohlen, und wir freuen uns, dass wir den Kölner Opernpreis 2011 an den Bariton Johannes Martin Kränzle vergeben dürfen", erklärt Heinrich Kemper, Vorsitzender der "Freunde der Kölner Oper", die den Preis alle zwei Jahre vergeben. Kränzle gehört dem Ensemble der Frankfurter Oper an und fiel erst jüngst mit seinen Gastauftritten in Krieg und Frieden und derzeit Ariadne auf Naxos an der Kölner Oper auf. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.
Stückl für Stückl
Oberammergau - Die Oberammergauer Passionsspiele sind weltberühmt. Ab sofort zeigt Die Passion im Kino, welche Köpfe, Geschichten und Marotten dahinterstecken. Jörg Adolph hat einen ausführlichen Dokumentarfilm geschaffen, der den Spielleiter Christian Stückl bei den Vorbereitungen bis zum Ende der Spielzeit im Oktober vergangenen Jahres begleitet. "Das ist kein Film für Leute, die Antworten haben, sondern für solche, die Fragen stellen", sagt Adolph - und recht hat er. Weiter...
Breiter Graben
Düsseldorf - Pünktlich nach viermonatiger Bauzeit sind die Erweiterungsarbeiten im Orchestergraben des Düsseldorfer Opernhauses abgeschlossen. Die Einweihung wird mit einem festlichen Wagner-Strauss-Konzert begangen. Am ersten Dezember-Wochenende sind gleich drei Premieren vorgesehen. "Außerdem können wir in Zukunft ein umfangreicheres Programm anbieten", freut sich Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein. Weiter...
Der Chor tanzt
Ludwigsburg - 80 Jahre werden die Ludwigsburger Schlossfestspiele im kommenden Jahr. Anlass für Alain Platel, eines der "spektakulärsten europäischen Musiktheater-Projekte unserer Zeit" zu inszenieren: Zum ersten Mal werden die Chöre des Teatro Real Madrid singen und tanzen. Musikalische Grundlage werden die berühmtesten Chöre Giuseppe Verdis und Richard Wagners sein. Die Aufführung wird nur an zwei Tagen Anfang Juni nächsten Jahres zu sehen sein.
Gut für die Musik
Gütersloh - Musik baut Brücken der Verständigung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration", erklärt Stifterin Liz Mohn die Beweggründe ihrer Kultur- und Musikstiftung. In diesem Sinne werden auch in diesem Jahr vierzehn Projekte der Ideeninitiative Integration durch Musik bundesweit gefördert. Damit kümmert sich die Stiftung nicht nur um den Opernnachwuchs, sondern auch um Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund.
Faust für Nono
Hannover - Der Regisseur Benedikt von Peter ist für seine Inszenierung von Luigi Nonos Intolleranza 1960 an der Staatsoper Hannover mit dem Theaterpreis Faust ausgezeichnet worden. Die Produktion eröffnete die Spielzeit 2010/2011. Von Peter klammert den Zuschauerraum aus, setzt das Publikum zwischen Solisten, Choristen und Statisten auf die Bühne. Das Orchester spielt sowohl unter der Bühne als auch von den Galerien im Bühnenturm aus. Mit dieser Raumaufteilung und der Überwindung der Grenze zwischen Publikum und künstlerischem Personal ist von Peter eine packende und bezwingende szenische Lösung für Nonos politisch brisantes und gesellschaftlich zeitlos gültiges Stück gelungen. Einen Tag nach der Preisverleihung wurde die Produktion in Hannover wieder aufgenommen.
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